
Pfadfinden – das ist, bei allen Traditionen, vor allem zeitgemäße Kinder- und Jugendarbeit. Durch eine spezifische Mischung von Selbsterziehung, gemeinsamen Werten und Engagement hilft Pfadfinden jungen Menschen, sich in der heutigen Welt zu orientieren. Pfadfinden bietet Jugendlichen Freiräume, um sich auszuprobieren und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Im Mittelpunkt pfadfinderischer Pädagogik steht der Mensch als ganzheitliche Persönlichkeit. In der Gruppe lernen Mädchen und Jungen, gemeinsam zu leben, mit zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen. Das hilft bei der Entwicklung sozialer Verhaltensweisen, von Kooperation, Toleranz und Hilfsbereitschaft. Das, was Pfadfinderinnen und Pfadfinder in ihren Gruppenstunden oder über die Wochenenden tun, ist dabei sehr vielfältig: Sportliche, handwerkliche und musische Betätigung, das Leben in der Natur, die Auseinandersetzung mit neuen Medien, der gesellschaftlichen Umwelt und die internationale Begegnung mit Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern gehören dazu.
Die Vielfalt der Aktivitäten eröffnet jedem Mitglied die Chance, seine Fähigkeiten und Kenntnisse einzubringen und gleichzeitig von anderen zu lernen und seine Einsichten zu erweitern.
Pfadfinderarbeit gibt es seit über 100 Jahren (einen Überblick dazu bietet wikipedia) und sie ist ein Angebot für alle. Junge Menschen und aktive Erwachsene sind willkommen, ganz gleich, welcher Nationalität, Hautfarbe, Religion oder sozialer Herkunft sie sind.
Der interkonfessionelle Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V., BdP, ist Mitglied der Weltorganisationen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder und damit Teil der größten Jugendbewegung der Welt. Zusammen mit den konfessionellen Verbänden Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) und Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) ist der BdP anerkanntes Mitglied im Deutschen Bundesjugendring.
Der BdP gliedert sich in Landesverbände und ist in allen Bundesländern vertreten. Mitgliedsbeiträge und Spenden decken einen wesentlichen Teil der für die Bundesarbeit erforderlichen Finanzmittel.
Die örtliche Gruppe heißt „Stamm“ und ist nach Altersstufen gegliedert. Die 7-10jährigen bilden in ihren "Meuten" die "Wölflingsstufe". Die 11-15jährigen leben in den "Sippen" und "Gilden" der "PfadfinderInnen-Stufe" und die 16-25jährigen verwirklichen sich in der "Ranger/Rover-Stufe". Basis der Gruppenarbeit sind die ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter, die nicht nur die wöchentlichen Gruppentreffen gestalten, sondern auch mit großem Engagement Fahrten und Lager im In- und Ausland durchführen. Die Mitglieder sind an den Entscheidungsprozessen beteiligt, ob es um Gruppenaktivitäten oder die Wahl der Stammesführung geht. Ihre Delegierten wählen die Vorstände auf Bundes- und Landesebene und entscheiden über alle wichtigen Angelegenheiten.
Wieweit die übers Bundesgebiet verstreuten Gruppen ein Ganzes bilden, zeigt sich alle vier Jahre in den Bundeslagern des BdP. Unter dem Motto „SEITENWEIT - schwarz auf grün“ kommen im Sommer 2009 in Buhlenberg über 5000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder, darunter etwa 1000 ausländische Gäste zusammen. Sie bauen für elf Tage mit ihren Zelten eine Kleinstadt auf, leben und gestalteten ihr Programm zusammen. Dabei ist und war der BdP auch bei solchen Großlagern bemüht, durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, durch Müllvermeidung beim Einkauf und Mülltrennung den ökologischen Zielsetzungen Rechnung zu tragen.
Typische regelmäßige Aktionen im Landesverband sind neben einer Vielzahl von kleineren Zeltlagern im In- und Ausland regelmäßige Aus- und Fortbildungsangebote für die ehrenamtlichen Jugendleiter/innen sowie alle 2 Jahre ein landesverbandsweites Zeltlager über Pfingsten oder in den Sommerferien. Zuletzt fuhren 300 Pfadfinder/innen aus dem Landesverband im Sommer 2006 zu einem gemeinsamen Zeltlager mit estnischen Pfadfinder/innen für 14 Tage nach Estland und über 500 Pfadfinder/innen trafen sich Pfingsten 2008 im Zeltlager Tydal bei Tarp.




